Online-Hass entsteht nicht zufällig. Er folgt Strukturen, die in sozialen Netzwerken eingebaut sind. Algorithmen priorisieren Engagement – unabhängig von Emotionalität oder Wahrheitsgehalt.
Inhalte, die provozieren, werden verstärkt. So entsteht ein sich selbst nährendes System, in dem Empörung zur Währung wird.
Die Steuerung beginnt also nicht beim Nutzer, sondern beim Systemdesign. Plattformbetreiber verfügen über immense Steuerungshebel – von Ranking-Logiken über Kommentar-Filter bis hin zu automatisierten Moderationsmodellen.
Doch der entscheidende Punkt bleibt: Wer Engagement belohnt, fördert extreme Inhalte.
Ein Fachbeitrag von MARCUS WENZEL.
Schreibe einen Kommentar